Jahresrad Mond Tarot
Legeweisen
Elemente
Der Narr
Tageskarte
Hexenküche Märchen
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  Das uns bekannte Tarotspiel besteht üblicherweise aus insgesamt 78 Karten: den 22 großen Arkana und den 56 kleinen Arkana, die wiederum in vier Reihen (Stäbe, Schwerter, Münzen und Kelche) inklusive jeweils vier Hofkarten (König, Königin, Ritter und Bube) aufgeteilt sind - Abweichungen hiervon sind je nach Kartensatz aber möglich. Die kleinen Arkana haben sich bis heute zu dem ganz normalen Spielkartensatz entwickelt; aus den großen Arkana hat einzig der Narr als Jokerkarte Einzug in heutige Kartenspiele gehalten.
Die Herkunft des Tarots ist und bleibt unbekannt, jedoch existieren vielerlei Vermutungen. Es steht fest, daß sich das Spiel mit dem Auftauchen der Zigeuner in Europa verbreitete; ob die Karten allerdings von ihnen mitgebracht wurden (etwa aus Ägypten oder Indien, wie einige Thesen besagen), steht nicht fest; ein zufälliges Zusammentreffen ist demnach möglich. Gegen einen ägyptischen oder indischen Ursprung spricht - zumindest bei den kleinen Arkana - der höfische Aufbau, der den mittelalterlichen Ständen Europas gleicht (= Bube, Dame, Ritter, König).
Im 14. Jahrhundert wurden Kartenspiele in Europa sehr beliebt. Allgemein wird angenommen, daß sie in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts in Italien zuerst aufkamen. Ob zu diesem Zeitpunkt bereits das 78-Karten-Spiel, so wie wir es als Tarot kennen, vorlag, weiß man nicht. So schnell sich die Karten verbreiteten, so schnell wurden sie auch von Kirche und Staat verboten - Glücksspiel war verpönt, und Spieler standen mit dem Teufel im Bunde. Trotz aller Widerstände erfreute sich das Kartenspiel großer Beliebtheit. Besonders als später bessere Vervielfältigungs-Techniken zur Verfügung standen wie z. B. der Druck, konnte auch der "Nichtadelige" in den Besitz von Karten gelangen.
Seit wann Karten zur Zukunftsvorhersage, Problemlösung o.ä. hinzugezogen wurden, kann man nicht sagen. Man kann aber davon ausgehen, daß dies so ist, seitdem es Karten gibt. Orakel gab und gibt es schließlich in vielerlei Ausführungen (siehe "Gummibärchenorakel" *g*), und Menschen sind erfinderisch. Ist in den Karten nun altes Wissen von Indern, Ägyptern (s.o.) oder anderen Leuten versteckt worden, um es vor Verlust und Zerstörung zu bewahren, oder handelt es sich beim Tarot nun schlichtweg um normale Spielkarten? Auch diese Frage läßt sich nicht beantworten. Ich denke, in beiden Annahmen steckt ein bißchen Wahrheit...
Tarot-Decks gibt es in großer Vielfalt und in den verschiedensten Ausführungen. Ich arbeite mit dem Rider-Deck, das sehr populär ist. Gut finde ich an diesem Deck die Anschaulichkeit - besonders der kleinen Arkana, die nach meiner Ansicht bei anderen Decks nicht unbedingt gegeben ist. Aber mit was für Karten man nun arbeitet, sollte jedem selbst überlassen bleiben, denn dies ist eine sehr intuitive Entscheidung.
T A R O T - S T Ö B E R E C K E
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