Liv Skorpion Jörd
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  Ich hatte ja bereits an anderer Stelle erwähnt, daß mein Internetname für mich im spirituellen Sinne bislang eigentlich keine große Bedeutung hatte. Doch da ich durch Zufall auf die germanische Göttin Jörd gestoßen bin, und genau diese Silbe (Blitzmerker wissen, worauf ich hinauswill *g*) eben in Björdren steckt, fand ich es dann doch ganz interessant, ein bißchen mehr über sie zu erfahren - auch wenn ich mich sonst nicht unbedingt mit konkreten Bildern von Göttern bzw. Göttinnen auseinandersetze. Man kann natürlich viel interpretieren, reden und zurechtspinnen, aber ich war durch die Entdeckung dieser "Namensähnlichkeit" schon ziemlich verblüfft, da die Thematik von Jörd, besonders der Unterwelt-Aspekt, ganz gut zu mir paßt und mich auch schon immer beschäftigt hat. Aber sicher sollte man das nicht überbewerten *g*! Hier ist nun das Ergebnis meiner Recherche, bei der mir Elfriede von Amarths Ahninnen ganz besonders behilflich war (Danke!).
Jörd ist die germanische Erdmutter- und Fruchtbarkeitsgöttin und gleichzeitig Herrin der Unterwelt. Ihre Unterwelt ist der Legende nach eine Insel im westlichen Ozean; von dort kommt sie mit einem Schiff gefahren und zieht dann auf einem Kuhwagen durchs Land, um Licht und Fruchtbarkeit zu bringen. Jörd wurde in ganz Germanien verehrt. Zahlreiche andere Namen sind u.a. Gerd, Njörd, Nerthus, Erda, Fjörgyn, Hlödyn, Huldana, Holda - alle diese Namen bedeuten jedoch ganz einfach "Erde".
Ein bißchen was zu den Familienbeziehungen! Jörd als Göttin der uranfänglichen Erde - also der Welt vor Erschaffung der Menschheit - war die Tochter von Nott (=Nacht) und wurde auf hohen Bergen verehrt, denn dort, so glaubte man, habe sie sich mit dem Himmel, das heißt mit dem Obergott Odin, gepaart und den Donnergott Thor geboren. Ihre Tochter war die Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Freyja, ihr Bruder hieß Dag (=Tag).
Als Beschützerin des Hauses und Herdes hiess diese älteste Göttin des Asen-Geschlechts Hlödyn. Man sagt, daß sich von diesem bzw. ähnlich klingenden Namen (s.o.) die Bezeichnung des Holunderbaumes abgeleitet hat, der ja ebenso wie Hlödyn selbst in der germanischen Tradition für Schutz von Haus und Hof steht.
Allgemeines zur Verehrung des Elements Erde: sie wurde und wird in allen heidnischen Religionen verehrt – wie man aus dem obigen Text bereits beispielhaft entnehmen konnte, unter vielen Namen und in vielerlei Gestalten. Die Erde ist zugleich Lebensspenderin, Ernährerin und Todbringerin und erscheint deshalb oft in dreifacher Gestalt. Besonders die Kelten und Germanen verehrten sie ähnlich wie den Mond als Dreiheit, oft ebenso in drei Lebensaltern dargestellt, die gleichzeitig auch den drei Aspekten der einen Göttin entsprechen (z.B. "Ostara" als junge, fruchtbarkeitsspendende Göttin).
Quellen: u.a. Heide Göttner-Abendroth "Lexikon der Göttinnen", Patricia Monaghan | |
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