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Äpfel gehören mit zu den magischsten Gewächsen überhaupt, denn nicht umsonst führte gerade diese verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis Adam und Eva in Versuchung, die nach dem Verzehr aus dem Paradies geworfen wurden...
In einigen Kulturen und Religionen spielten Äpfel und Apfelbäume eine wichtige Rolle: nicht nur im Christentum, wo der Apfel als verbotene Frucht gilt, sondern z.B. auch im keltischen Apfelland Avalon oder bei den alten Griechen, wo Gaia (Mutter Erde) goldene Äpfel wachsen läßt.
Äpfel gelten auch heute noch als Liebes- und Fruchtbarkeitssymbol. In manchen Gegenden ist es Brauch, daß ein Brautpaar bei der Hochzeit zwei Apfelhälften aneinanderlegt, um Fruchtbarkeit und Schutz zu erlangen. Auch beim Erntedankfest werden Äpfel in Hülle und Fülle niemals fehlen, stehen sie doch besonders für den Reichtum der Erntezeit. Ich kenne noch aus meiner Kindheit folgenden Brauch: schafft man es, beim Schälen eines Apfels die Schale spralförmig in einem Stück zu entfernen, bringt dies Glück (hat zwar meines Wissens nach keinen speziellen magischen Hintergrund, aber man hält ja manchmal an Traditionen fest...).
Schneidet man einen Apfel quer auf und betrachtet sein Inneres, wird man das Kerngehäuse als fünfzackigen Stern wiederfinden: ein Pentagramm, das magische Schutz- und Erdzeichen überhaupt! Oftmals läßt sich der magische Hintergrund von Kräutern und auch anderen Gewächsen in Volksmärchen ablesen, da das alte Wissen in irgendeiner unverfänglichen Form verpackt werden mußte, als das Zeitalter der Hexenverfolgung anbrach. Aber andererseits sollten diese Märchen auch Warnung vor Umgang mit Magie vermitteln; so ist es nicht verwunderlich, daß die böse Hexe bzw. Stiefmutter Schneewittchen mit einem Apfel vergiftet.
Äpfel sind - richtig gelagert - gut über den Winter zu bringen, deswegen wurden sie von unseren Vorfahren als Nahrungsmittel sehr geschätzt und gehören auch heute noch zum Julfest oder Weihnachten, als Bratapfel mit Vanillesoße. | |
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