Archiv für das Kraftort Tag

 

Tintagel

2. August 2011 um 15:09 » Björdren

Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Ich weiß nicht mehr, in welchem Alter ich das Buch verschlungen habe, erinnere mich jedoch noch genau an einige Aha-Erlebnisse beim Lesen (den heidnischen Inhalt betreffend, meine ich). Man mag´s kaum glauben, auch Romane können Anstöße geben! Damals mit 13, 14 Jahren, ohne Internet und nur einer eher schlechten Schulbücherei in Reichweite, wusste ich gar nicht, wonach ich eigentlich suchen sollte – rein begrifflich schon nicht. Heute gibt man bei Google Wicca oder Neuheidentum ein und kann sich nächtelang durchlesen. Ein Hoch auf die Vernetzung (zumindest für diese Art von Nutzung)!

Aber ich schweife ab – eigentlich wollte ich nur sagen, dass der Ausflug nach Tintagel während unseres Cornwall-Urlaubes allein schon wegen des Buches für mich ein Muss war. Egal, ob das heute so bezeichnete Tintagel wirklich das echte des König Artus ist oder eben nicht. Die Kulisse wirkt wirklich sehr beeindruckend und Merlin´s Cave (sieht man auf dem ersten Bild direkt unter den Überresten der Burg) hat etwas Magisches. Wobei ich allerdings finde, dass Höhlen so gut wie immer eine ganz urtümliche Energie haben…


Bodmin Moor

1. August 2011 um 14:53 » Björdren

Das Bodmin Moor in Cornwall war klasse, dort hat es mir sehr gut gefallen! Der kühle und regnerische Tag brachte schon eine eher nach innen gerichtete Stimmung mit, so daß ich mich ganz in Ruhe und entspannt mit diesem tollen Ort auseinandersetzen konnte.

Besonderheit hier (neben der ohnehin faszinierenden Moorlandschaft, zerklüftet von früheren Bergbau-Minen) sind die “Hurlers”, drei teilweise schon verfallene Steinkreise aus der Jungsteinzeit. Der Legende nach sollen Männer, die am Feiertag “Hurling” gespielt haben, von den Göttern zur Strafe in Steine verwandelt worden sein (klingt für mich allerdings eher christlich).

Auch die “Cheesewring”-Steinformationen sind erwähnenswert. Auf einer Erhöhung sieht man diese aufgeschichteten platten Granitsteine, von denen – soweit ich weiß – nicht geklärt ist, ob sie natürlicher Natur oder menschlicher Herkunft sind.


Stonehenge

30. Juli 2011 um 21:45 » Björdren

Stonehenge – das erste Mal selbst erlebt. Auf dem Weg nach Cornwall kamen wir direkt an den Steinen vorbei. Natürlich war ich neugierig und wollte gern wissen, ob mich dort etwas erwartet…

Um “spezielle Schwingungen” zu erspüren, war ich wohl nicht in der richtigen Stimmung. Ich gebe zu, daß ich mich sehr leicht ablenken lasse, und es war an diesem Tag ziemlich viel los bei bestem englischen Sightseeing-Wetter (=kein Regen!). Der besonderen Wirkung dieses monumentalen Kultplatzes kann man sich jedoch kaum entziehen, auch wenn einen vielleicht nicht gleich etwas “anspringt” (ist wohl auch besser so).

Man kann nur beeindruckt sein von der wahnsinnigen Leistung, solch ein Bauwerk mit damaligen Mitteln zu errichten!

Unweigerlich rätselt man herum, welche der unzähligen Theorien, die über Stonhenge angestellt wurden, der Wahrheit am nächsten kommt. Auch frage ich mich, aus welcher Motivation heraus Menschen über tausende Jahre hinweg immer weitergebaut haben…


Herbstwald

26. September 2010 um 14:45 » Björdren

Kraftort WaldDiese Woche habe ich mit meiner Tochter einen sehr schönen Nachmittag im Wald verbracht. Ich bin immer wieder fasziniert, was Kinder völlig unbedarft so alles in der Natur wahrnehmen können! Man selbst ist doch manchmal trotz Üben ganz schön abgestumpft (oder  durch den Alltag einfach abgelenkt?).

Mitten im Wald befindet sich ein zusammengefallenes Hünengrab, ein ziemlich starker Kraftort für mich. Die Stelle kenne ich seit meiner Kindheit, ich war mit meinem Vater früher oft dort. Seitdem habe ich ein Faible für Dolmen. Weite Ausflüge mache ich zwar nicht extra, um welche anzuschauen, aber man findet sie ja doch recht oft, so daß man auf Reisen einfach nur mal anhalten muß. Hier zum Beispiel!


Kraftort

2. September 2010 um 23:22 » Björdren

Heute Nachmittag konnte ich einen kleinen spontanen Ausflug zu diesem Hünengrab machen. Rundherum stehen hauptsächlich Eichen, aber auch Birken. Eine interessante Kombination – die Eiche ist ziemlich erdig, ebenso bemerkt man jedoch durch die Birke das Luftelement, finde ich.

Momentan werden die Samen der Birke bei uns in jede kleine Ecke geweht. Wir haben viele Birken rund ums Haus stehen. Wenn´s so richtig stürmt und man vergisst, die Fenster zu schließen, ergeben sich sehr interessante Streumuster auf allen halbwegs ebenen Flächen… So ist die Birke für mich unter anderem aus diesem Grund sehr “luftig”!

Ein kleiner Auszug daraus, was Wikipedia so alles über Eichen und Birken zu berichten hat:

Eichen

[...] Durch den römischen Geschichtsschreiber Plinius dem Älteren ist überliefert worden, dass die Kelten ohne Eichenlaub gar keine kultischen Handlungen vollzogen. Die sakrale Bedeutung der Eichen für die Kelten ist auch daran zu erkennen, dass das keltische Wort Druide für Priester von duir abgeleitet ist, was Eiche bedeutet. Auch die Wörter Türe und Tor haben ihren Ursprung im keltischen duir. Wer widerrechtlich einen Eichhain fällte, der war dem Tode geweiht.

Bei den Germanen dem Gewittergott Donar (= Thor) geweiht. Die Sachsen beteten die Irminsul an. Es wird vermutet, dass es sich dabei um eine hohle Eiche handelte. Der heilige Bonifatius (Apostel der Deutschen) fällte die Donareiche bei Geismar im Jahr 723, um den zu bekehrenden Heiden zu beweisen, dass ihr Gott ein ohnmächtiges Wesen sei, das nicht einmal seinen Baum schützen könne. [...]  Quelle »

Birken

[...] Im [...] Volksglauben spielte die Birke eine große Rolle. Sie war der Göttin Freya geweiht. Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch, einen Maibaum aus dem Wald zu holen, um ihn auf dem Dorfplatz aufzustellen. Es wurde damit der erwachende Frühling in das Dorf geholt. Noch heute lebt der gleiche Brauch in Gestalt des Maibaumes fort. [...]

Hervorzuheben ist auch die mythologische Bedeutung der Birke als “Baum des Schutzes”. [...] Quelle »