Mondphasen
Neumond
Bei Neumond – auch Schwarzmond oder “toter Mond” genannt – befindet sich der Mond genau zwischen Erde und Sonne, deswegen sehen wir (oder auch nicht!) seine von der Sonne nicht angestrahlte uns zugewandte Seite. Er erscheint demnach als dunkle Scheibe.
Da sich am Neumondtag Erde, Sonne und Mond auf einer Linie befinden, wird klar, daß der Mond zu dieser Zeit immer im gleichen Tierkreiszeichen wie die Sonne steht (d.h. der Neumond im November steht immer im Skorpion, im Mai immer im Stier usw.). Weiß man dies und zusätzlich noch, wann der letzte Neumond war, hat man eine gute Eselsbrücke um auszurechnen, in welchem Tierkreiszeichen sich der Mond gerade befindet, da er in jedem Tierkreiszeichen zwei bis drei Tage verbleibt.
Den Neumond kann man sich als den Anfang eines Kreislaufes vorstellen – die Erde beginnt einzuatmen. Generell kann man sagen, daß der Neumondtag für jede Art von Neubeginn geeignet ist – sei es, daß man schlechte Gewohnheiten über Bord werfen oder auch ein ganz neues Vorhaben beginnen will. Ein Fastentag oder Obsttag wirkt Wunder, da der Körper nun besonders gut entschlackt. Schneidet man heute kranke Pflanzen zurück, ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie gesunden, ziemlich groß.
Zunehmender Mond
Bereits einige Stunden nach dem Neumond zeigt sich wieder eine feine Sichel, die, an der rechten Seite beginnend, immer breiter wird. Da eine volle Erdumrundung des Mondes ca. 28 Tage dauert, ist also nach der Hälfte der Zeit, sprich: 13 Tagen (Vollmondtag sowie Neumondtag abgerechnet) der Vollmond erreicht. Auch die 13-tägige Phase des zunehmenden Mondes ist zweigeteilt: nach sechs Tagen kann man den Halbmond bewundern, der das sogenannte erste Viertel der Erdumrundung kennzeichnet. Nach weiteren sechs Tagen (d.h. mit anderen Worten nach dem zweiten Viertel) ist, wie schon erwähnt, diese Mondphase abgeschlossen, und der Vollmond ist zu sehen.
Bei zunehmendem Mond atmet die Erde ein. Alles, was den Körper stärken und kräftigen soll, wirkt in dieser Zeit besonders gut. Beim Essen sollte man allerdings aufpassen, denn auch das Gewicht kann jetzt steigen, da der Körper gut verwertet. Negativ hingegen wirkt sich diese Mondphase auf alles aus, was mit im weitesten Sinne mit Loslassen oder Freisetzen zu tun hat wie z.B. Wäschewaschen – bei gleicher Waschmittelmenge wird die Wäsche jetzt nicht so sauber wie bei abnehmendem Mond. Auch Heilungsprozesse laufen langsamer ab.
Vollmond
Die Hälfte der Erdumkreisung hat der Mond jetzt zurückgelegt. Der Mond befindet sich nun von der Sonne aus gesehen hinter der Erde, so daß wir ihn als hellerleuchtete Scheibe sehen können. An keinem anderen Tag ist der Einfluß des Mondes so stark zu spüren wie bei Vollmond. Der Kräfteumschwung der Mondimpulse von zunehmend zu abnehmend wird intensiv wahrgenommen. Viele Menschen können nicht richtig schlafen oder schlafwandeln sogar, und auch die Gewaltbereitschaft steigt. Es werden besonders viele Kinder geboren, und an diesem Tag gesammelte Heilkräuter sind besonders wirksam.
Abnehmender Mond
Nun beginnt die Phase des abnehmenden Mondes oder anders gesagt: das dritte und vierte Viertel seiner Erdumrundung. Die Kräfte, die man bei zunehmendem Mond gesammelt hat, können jetzt verausgabt werden. Es ist die Zeit, Pläne zu verwirklichen. Vieles wie z. B. Hausarbeit geht einem viel leichter von der Hand als sonst, und auch im Garten ist für die meisten Arbeiten der abnehmende Mond eine gute Zeit. Die Erde atmet aus, der Kreislauf schließt sich und kann von neuem beginnen.