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Pilze

Gerade Pilze bieten innerhalb ihrer Art eine sehr große Vielfalt – giftig oder eßbar ist hier die große Frage! Das Wissen um diesen Umstand bzw. auch das Wissen, wie man die toxischen und psychoaktiven Substanzen der Pilze einsetzen kann, verbindet diese Gewächse eng mit Hexen und weisen Frauen.

Der wohl wegen seines auffälligen roten und weißgepunkteten Hutes bekannteste Pilz ist der Fliegenpilz. Wunderschön sieht er aus und gilt weithin als Glücksbringer. Er wurde wegen seiner bewußtseinsverändernden Eigenschaften von Schamanen genutzt, um sich in Trance zu versetzen. Auch gibt es Rezepte für die bekannten “Flugsalben”, die ebenfalls bestimmte Pilze beinhalten. Diese Pilze werden heute noch, bekannt als “Psylos”, in bestimmten Kreisen konsumiert.

Aber nicht nur giftige Pilze waren für die weisen Frauen von Bedeutung. Allen Speisepilzen sagt man nach, daß sie die medialen Fähigkeiten eines Menschen unterstützen und fördern. Zum richtigen Zeitpunkt verzehrt, kann dies also bei bestimmten Ritualen oder Feierlichkeiten – wenn gewünscht – nützlich sein.

Eine weitere Eigenschaft von manchen Pilzsorten ist, daß sie in ringförmigen Ansammlungen zu finden sind, den sogenannten “Hexenringen” oder “Hexenkreisen”. Dies liegt, wie wir heute wissen, an dem unterirdischen Pilzgeflecht, dem eigentlichen Pilz. Früher kam es den Leuten jedoch sehr merkwürdig vor, wenn über Nacht so ein Ring erschien, und schnell wurden diese magischen Kreise mit Hexen in Verbindung gebracht.

Tatsächlich hatten in diesem Falle besagte Plätze für die weisen Frauen eine wichtige Bedeutung; nicht nur, weil sie dort ihre Pilze sammelten, sondern auch als symbolischer Ort. Scheinbar haben sich wohl einige dieser Plätze bis heute überliefert, mein Vater zeigt mir zumindest immer wieder einmal eine Stelle, die in seiner Kindheit als “Hexenplatz” oder besondere Pilzsammelstelle bekannt war.