Atomausstieg – was gibt´s da zu überlegen?
15. März 2011 um 18:58 » BjördrenDie Debatte um den Atomausstieg geht mir unheimlich auf die Nerven… gerade nach den letzten Tagen in Japan. Ich weiß nämlich ehrlich gesagt gar nicht, was es da zu diskutieren gibt. Der sogenannte Ausstieg vom Ausstieg ging im Nachhinein leider viel zu ruhig ab.
Ich hatte die damalige Entscheidung auch noch gar nicht so richtig als endgültig eingestuft, man hätte da bereits viel mehr aufmucken müssen. Der Austieg aus dem Austieg vom Austieg (nur Deutschland bringt solche Wortgebilde hervor *g*) sollte jetzt einfach keine Frage mehr sein, sondern schlichtweg getan werden!
Gegenargumente wie z. B.
a) wir Deutschen könnten uns alternativ nicht versorgen und müssten als Folge Atom-Strom dazukaufen
b) direkt hinter den Grenzen würden im Ausland sowieso neue Atomkraftwerke gebaut bzw. liefen die AKWs generell weltweit weiter
c) die Wirtschaft/der Export bräche nach dem Ausstieg zusammen
d) die German Angst vernebelte uns die Sinne
e) die Arbeitslosenzahl erhöhe sich um die entlassenen AKW-Mitarbeiter
f) (bitte die Liste beliebig mit Gegenargumenten fortführen)
sind nicht wirklich überzeugend… Man mag mir Naivität vorwerfen, aber es geht doch auch um ethische Grundsatzfragen. Von heute auf morgen löst sich das alles natürlich nicht, klar. Aber ohne einen allerersten Schritt kann man sich nunmal nicht auf den Weg machen.
Weil alle anderen sagen: Das geht nicht, Ihr könnt nicht aussteigen – Atomenergie ist die einzig sinnvolle Alternative!, müssen wir das doch nicht genauso empfinden. Ich springe doch nicht von der Brücke, nur weil alle anderen es tun!



